Huila

Lange geschlafen, trotz schwüler Hitze, Strassenlärm und Liebespärchen ein Zimmer weiter. Das übliche Frühstück mit schlechtem Kaffee. Um 1 sind wir am Busbahnhof, doch der gebuchte Bus fährt nicht, gestenreiche Unterhaltung und wir bekommen unser Geld zurück, werden bei einer anderen Company in die Schlange gestellt und ergattern die letzten Plätze in einem weniger komfortablen Gefährt, das später fährt.

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Wir warten. Das Leben scheint langsamer zu sein hier, nur selten sieht man jemanden spurten. Endlich scheint es loszugehen, wir stehen in der Sonne, die Rucksäcke lehnen am Bus, bereit verstaut zu werden, ein Mann hat einen Karton voller Küken, ein Polizist prüft ob alles verschlossen ist, ein anderen versucht einen alten Fernseher unterzubringen, einer ist es im Bus zu heiß und fächert sich Luft zu, es dauert.

Waren die Strassen von Bogota nach Neiva noch weitestgehend 2spurig, so ist hier nur noch von Bäumen gesäumte Landstraße, die der Fahrer im Affenzahn, mit 110 durch eine 30er Zone, und jeden überholend, mehr links als rechts unterwegs, heruntersaust.

Kleine Höfe, Reisfelder, Restaurants, Verkaufsstände, Dörfer fliegen vorbei, wunderschöne Landschaft, nur die Nerven behalten. Nur die ständigen Polizeiposten auf der Strecke passieren wir im Schritttempo.

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