Valle de Cocora

Wir frühstücken früh und sind pünktlich am Marktplatz, wo die ganzen Jeeps warten, um die Touries, von denen es hier reichlich gibt, ins Cocora Tal zu fahren in dem Wachspalmen bis zu 60m Höhe wachsen. Ein Jeep fasst 14 Mann, da muss man halt mal stehen, und nach 20 min Gegurke laufen wir los, entlang an einer Forellenzucht und zwischen Weiden und Stacheldraht hindurch, die so auch in den Voralpen zu finden sind, wären da nicht diese riesigen Palmen überall.

Gerade warm geworden geht es in den Dschungel ein kleines Tal hinauf dem Lauf eines Baches folgend und immer wieder kreuzend. Über 5 Hängebrücken gehts langsam durch den Schlamm den Berg hinauf. Noch einmal steil und endlich erreichen wir „Acaime“ oder „la casa de los colibris“. Für 5000 Pesos (2€) Spende – für den Erhalt der Brücken etc. – gibt es ein Getränk nach Wahl, Saft oder Cacao. Ein Coati beäugt uns neugierig und unzählige Kolibris schwirren um uns herum.

Da uns zuviel nervig-jung amerikanisches Gemüse umgibt und sich Wolken vor die Sonne schieben, brechen wir zügig wieder auf. Wir sind auf 2800m und es kühlt doch merklich ab. Nach einem kurzem Abstieg kommt der wirklich echt steile Anstieg zur nächste Hütte „La Montaña“. 300 Höhenmeter in merklich dünner werdender Luft lassen uns öfter verschnaufen. Als wir die Lichtung erreichen setzt leichter Regen ein und wir kommen gerade noch halbwegs trocken oben an, bevor ein gewaltiger Guss sich entlädt und keine Sicht mehr ist, alles im Nebel verschwindet. Wir geniessen eine heisse Schokolade, die köstlich schmeckt und hoffen das Beste.

Mit als erste ziehen wir los. Von über 3000m geht ein beschaulicher Ziehweg hinunter und nach Nebelwald pur tauchen wieder immer mehr Wachspalmen auf, bis wir quasi um die Ecke ins Nachbartal gelangen, das eine grandiosen Blick freigibt auf eine unbeschreibliche Landschaft, über und über mit Palmen gesäumte Hänge und Weiden.

Einfach Großartig!

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