Armenia – Melgar

Im Tingeltangel Kurs über die Dörfer dauert es über 1h bis wir Armenia erreichen. Dort erwischen wir einen Bus der älteren Sorte, der zudem überbucht ist und nachdem alle anderen hineingestürmt sind, während wir unsere Rucksäcke verstauen, finden sich nur noch getrennte Plätze. Mit 20km/h geht es hinter LKW’s her, die sich den endlosen Pass hinauf auf gefühlte 4000m quälen. Adrenalin-Junkies nutzen diese geringe Geschwindigkeit, um sich mit ihren Bikes hinten anzuhängen. Das sieht gefährlich aus, wie sie aus den Sattel gehen und versuchen den knapp 1m langen Gurt irgendwo einzuhacken, aber auch irgendwie relaxed, wenn da 3 Fahrradfahrer sich hochziehen lassen. Vor den Dörfern nutzen dann Kinder die Bodenschwellen, die zum Bremsen zwingen, um auf die LKW’s aufzusteigen und bis zur gewünschten nächsten Welle mitzufahren. Für beides muss man ziemlich fix und behände sein, um einen Sturz zu vermeiden.

Der Abstieg vom Pass ist so quälend wie der Aufstieg, und die Kette der LKW reisst nicht ab. Nach 120km in 5h erreichen wir Melgar, das wir am liebsten gleich wieder verlassen wollen, so schwül und heiß ist es hier, dass einem das Hemd sofort am Körper klebt. Zudem erweist sich das Hotelpersonal wenig geübt im Umgang mit ausländischen Touristen, die halt nicht jedes Wort verstehen.

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