Catedral de Sal

Ein kleiner Imbiss, ein kleiner Kaffee in der Stadt und schon finden wir uns auf den Stufen hoch zum ehemaligen Salzbergwerk. Am Mineneingang schließen wir uns einer spanischen Führung an und nachdem wir erstmal Salz von der Wand kratzen durften und die erste in Stein gehauene Kapelle besichtig war, machen wir uns selbstständig an die Erkundung des extrem sakralisierten Tunnelsystems.
Hier wurde Stollen neben Stollen gegraben 10x10m Breit wie Hoch dunkeltief hinein in den Berg. Einem Kreuzgang folgend geht es 230m unter Tage; „Moria“ fällt uns ein.
Am Ende des Weges eine Rundkuppel, Weg zu einer Platform und wir schauen hinunter ins „Mittelschiff“, das mit seinen gleichsam gewaltigen Nachbarstollen zu einer imposanten Kathedrale verbunden ist. Wir steigen die Treppen hinunter und sind fasziniert von der Raumwirkung und der Arbeit, dies alles freizuschaufeln. Die in den Fels gemeisselten Kreuze sind theatralisch in wechselnden Farben beleuchtet.
Es schließen sich weitere Stollen an, die Souvenirläden, eine Cafeteria, Vortragssäle, ein Kino und weitere Andenkentheken Raum bieten. Der letze Stollen hat den Toilettenwagen abbekommen.
Wir trotten zurück und bemerken, dass die säkular erbauende Musikbeschallung mit christlichem Gesang einem rauschendem Brummen gewichen ist, das uns durch den rot erleuchteten Eingangsschacht wieder ans Licht begleitet.


Am Abend finden wir kein Restaurant. Es ist Freitag und ausser Wummer-pinten und anderen speckigen Spelunken nichts zu finden. Also rein in den Supermarkt und Gemüse gekauft für eine Guacamole a la Lena, die mit einem Gläschen Wein köstlich ist:

1 Avocado
½ Zwiebel
2 Tomaten, alles drei schön klein geschnibbelt
Saft einer Limette unterheben
mit Käsewürfeln und Koriandergrün garnieren
dazu Saltinetten (TUC Kekse)

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