Ciénaga

Für die Fahrt von Cartagena nach Taganga zwängen wir uns in ein zu kleines Taxi, rein in den Stau zum Bus-Terminal, vorbei an bunten Märkten und alltäglichem Trubel mit Maultierkarren und Obsthaufen, Bretterbuden und fliegenden Händlern, Motorradfahrern und Massen an hupender „Collectivos“. Der Bus, den wir erwischen ist alt, lahm, stickig und mit plärender Musik beschallt. Er hält überall und kommt so kaum vorwärts, wir brauchen doppelt so lange wie angegeben bis Santa Marta, einen unangekündigten Umstieg in Barranquiera inklusive, der uns zwingt im alten Gefährt die Toiletten zu benutzen, da wir abseits des Terminals in einen kleine lokalen Bus gesetzt wurden, ohne zu wissen, ob unser Gepäck es auch geschafft hat mitzukommen.
Das letzte Stück geht per Taxi und wir fahren gemütliche 20 Minuten durch Stadtteile, die auf den ersten Blick nicht zum Aussteigen einladen. Die Hügelige Landschaft ist übersäht mit Hütten und Verschlägen, kein Wasser, kein Strom. Reifen sind zu Treppen geschichtet, die zwischen den solideren hoch zu den ärmlicheren Bretterbuden führen. Staub scheint auf allem zu liegen und doch ist es auch unbegreiflicherweise „schön“, so reduziert auf das absolute Minimum, 1 Raum Behausungen durch Vorhänge geteilt.
Bei Sonnenuntergang erreichen wir die Casa Felipe.

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